Manu&Tobi in anywhere

 

Saturday, May 26, 2007

8/5 Eight day on tour

Torniamo in citta' a piedi. Tra la guida e le persone del ger non erano tanto sicuri quanto tempo ci vorra per arrivarci, ma sicuramente piu' di sette. Noi non ci credervamo ma per essere sicuri di arrivare pirma del tramonto siamo partiti subito dopo colazione, ovvero alle 11. Oh, che vi devo dire, i tempi qui sono cosi'.
Il primo pezzo della strada ci portava ad attraversare un prato ed una forresta per tagliare la strada ed arrivare al lago. I sentieri non sono sempre riconoscibili come tali e percio' dopo un' oretta che ancora non cera segno del lago, alcuni membri del gruppo cominciavano inervosirsi. Non ho capito il perche' non e' che puoi mancare un lago che e' uno dei piu' grandi del mondo. Ed infatti superato l'ultima collina il laga si trovava li in tutta la sua imensita'. Arrivati alla riva ci siamo fermati per mangiare e riposarci al sole (mi sono bruciata il naso).
Tutto il cammino non abbiamo incontrato nessuno, ceravamo solo noi, il lago e la forresta. Bello.

Die Nacht war kalt und kurz. Immer wieder stand einer von uns auf, um das Feuer im Ofen wieder anzumachen.
Fruehmorgens fing das Bloecken von Ziegen um die Jurte an. Besonders eine schrie verzweifelt nach ihrem Lamm. Richtiges Landleben eben.
Zum Fruehstuecken gingen wir in die Jurte der Familie, wo natuerlich alle schon ausgeflogen waren. Uebrig war der Fuehrer und die Tochter, die uns einen Yakmilchtee kochte. In einem alten Kasettenrekorder lief wieder mal der aktuelle mongolische Popsong, den wir schon von Baatar zur Genuege kannten.
Um uns zu beweisen, dass sie auch westliche Musik besitzt, wechselte sie auf "Modern Talking". Sie war voller Stolz, als ich ihr zu verstehen gab, dass ich die Songs kenne. Der Wahrheit willen haetten ich ihr sagen muessen, dass die Lieder verdammt alt sind und zumindest einer der Bandmitglieder ein Vollidiot ist. Aber ich wollte sie nicht in Verlegenheit bringen.
Ueberhaupt habe ich mir die mongolischen Frauen anders vorgestellt. Viel kleiner und staemmiger, und etwas haesslicher. Obwohl es Frauen sind, die ordentlich zupacken koennen, haben sie doch grossteils eine zierliche Figur und ein ueberraschend schoenes gebraeuntes Gesicht mit meist sinnlichen Augen. Die vom Wetter zerfurchte Haut im Gesicht macht sie nur interessanter. Fuer alle die jetzt anfangen wollen zu interpretieren und den Text zwischen den Zeilen suchen: da ist nichts, zwischen Manu und mir ist alles in Ordnung - das war eine rein sachliche, distanzierte Analyse des weiblichen Teils einer asiatischen Volksgruppe. Punkt.
Nach dem Fruehstueck brachen wir auf. Die Pferden hatten wir samt Fuehrer zurueckgelassen, da der Weg zurueck zu unserem Gercamp ueber einen schmalen Pfad entlang des Sees fuehrte und das zu Fuss gleich schnell und entspannter war.
Die Wegzeit haben Fuehrer und Vater der Nomadenfamilie auf 7-8 Stunden angesetzt, aber unser Vertrauen in mongolische Gehzeitschaetzungen war von gestern stark angeschlagen und wir verliessen uns auf unsere persoenlichen Distanz-Gehzeit-Berechnungen. In der Tat waren wir fuenf Stunden spaeter in der kleinen Stadt, wobei wir uns sehr viel Zeit gelassen hatten, mit ausgedehntem Mittagessen und -schlaefchen am Seeufer.
Jeder von uns war froh, wieder hier zu sein. Und zur Feier des Tages sind wir in das naechste Geschaeft und haben uns mit suendhaft suessen Nestleprodukten und Trollys den Zuckerspiegel aufgebauscht.
Vor unserem Camp trafen wir auf zwei Kinder, die einen Handkarren mit Saecken voller Saegemehl zogen. Als ihnen ein Sack herunterfiel, half ich ihnen, den Sack auf den Karren zu heben. Die waren total eingeschuechtert, starrten auf den Boden und zogen weiter. Beim Weiterlaufen schaute ich nochmal zurueck und sah sie immer wieder heruntergefallene Saecke aufheben. Die armen Kinder.
In der Jurte plagte mich dann das schlechte Gewissen und ich schaute, wie weit sie gekommen waren. Nicht sehr weit.Also machte ich mich wieder auf den Weg, um dem Jungen und dem Maedchen - wahrscheinlich Geschwister - zu helfen.
Wenn sie Interesse an meiner Praesenz hatten, zeigten sie es nicht. Sie igorierten mich. Ich durfte zwar die heruntergefallenen Saecke und dann sogar mit einem Seil - mehr oder weniger erfolgreich - die Saecke festbinden, aber nicht den Karren ziehen. Neben uns lief ein Hund her, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mir mit seinen luesternden Blicken auf meine Beine, Angst einzujagen.
Unsere stumme, nicht sehr teamorientierte, Zusammenarbeit wurde ziemlich schnell von einem LKW unterbrochen, der ein Stueck hinter uns eine Vollbremsung niederlegte. Als ein Arbeiter heruntersprang und schnellen Schrittes auf mich zulief, dachte ich mir nur mehr: 'Das laeuft grad nicht so optimal'. Aber der Mann sprach gebrochenes Englisch und wollte nach dem ueblichen "Where are you from"-Gelaber wissen, ob ich den Eintritt fuer den Naturpark bezahlt hatte. Wenn wir auf unserer bisherigen Reise schon kein Lebenslauftaugliches Englisch gelernt haben ("not have", "not possible"), dann zumindest das Abwimmeln von Leuten die unter irgendeinen Vorwand Geld haben wollen. Klar haben wir eine Eintrittskarte irgendwo, aber das macht alles der Fahrer, wir haben alles inklusive. Natuerlich war es ihm zu bloed, ins Gercamp zu gehen und da wahrscheinlich als erstes nach seiner eigenen Lizenz gefragt zu werden...
Die Kinder haben in der Zwischenzeit, ohne mich zu vermissen, ihren Transport fortgesetzt. Stuff lief ich neben ihnen her und schob ab und zu den Karren. Irgendwann kommt man sich dann doch bloed vor.
Selbst als ich ihnen beim Abladen der Saecke eine Packung zuckerfreien Kaugummi zusteckte, ein Foto von ihnen machte und es ihnen zeigte, blieb die erwartete Begeisterung aus. Kein Laecheln, keine Reaktion. Kinder muessen doch mal lachen, oder? Sie bissen sich nur krampfhaft auf die Lippen und starrten auf den Boden. Bei uns waere es ein Fall fuers Jugendamt, aber hier konnte ich nur machtlos zurueck zur Jurte laufen.
Aber ich hatte noch eine Ass im Aermel. Auf ihren Rueckweg kreuzte ich sie nochmal und steckte dem Maedchen unsere letzte Packung Farben und einen Block zu. Kein Wort, kein Laecheln. Aber sie nahm alles schnell in ihre Haende.Sobald ich wieder zwei Meter entfernt war, rannte der Junge zu ihr nach vorne und beide probierten aufgeregt die Farben aus. Auch wenn ich ihre Freude nicht im Gesicht sah, fuehlte ich mich besser.

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