1/5 First day on tour
Il terzo giorno in Mongolia e' quello della partenza al tour. Intanto al nostro gruppetto si era aggiunto un australiano-israeliano e con cio' il prezzo scende a incredibili 16 dollari al giorno ed a persona. Alle nove della mattina dunque siamo tutti pronti ed
aspettiamo il nostro autista e il minivan. Che ridere quando e'arrivato, il minivan che si fermava davanti a noi sembrava una macchina di minimo 20 anni, tipico russo. E da esso scendeva un "Riesenbaby". Bataar (e' il suo nome e voldire eroe) sembra un neonato mogolico solo che e' alto 1,90 e molto corposo. E quando sorride i suoi occhi spariscono e tutto quello che vedi sono due striscie. Ti viene troppo da coccolarlo e da pizzicali le guance.
Messo tuto nel minivan, siamo partiti, direzione tanta mona. Entro poco tempo abbiamo lasciato la citta' e davanti si presentava la mongolia "vera". La strada, che va all'infinito, prati e colline che sembrano non finire mai e il cielo che sembra piu' grande e piu' vicino che non ovvunque siamo stati. Al primo stop che abbiamo fatto, siamo scesi, tutti incapaci di dire altro che "Wow".
A mezzogiorno abbiamo fatto un picnic inmezzo ad un prato: la prima volta da 6 mesi abbiamo mangiato un salume buono e cetrioli sottaceti, mhhhmm. Miriam ed io eravamo talmente contente dei cetrioli che Joerg ci prendeva in giro: si potrebbe pensare che siete incinte. Almeno non li mangiamo ancora con la Nutella. Il pomeriggio abbiamo fatto un altro stop per vedere le dune di sabbia. Al centro infatti c'e' questo pezzo dove si vedono le dune un po come sono nel Gobi.
Alla ripartenza la notra macchina era rimasta bloccata nella sabbia. I tre maschi sono subito scesi per offrire una mano a Baatar. Lui, con il suo sorriso innocente, gli ha guardati e scosso la testa:"no, tankiu". E infatti e' benissimo stato capace di risolvere il problema da solo, manovrando alle ruote. Non abbiamo capito come l'ha fatto ma non sono passati neanche 5 minuti ed eravamo di nuovo sulla strada.
La sera siamo arrivati a Kharakhorum, la vecchia capitale della Mongolia. Le citta medio-piccole in Mongolia consistono in x proprieta recinte con dentro o una piccola casa o dei Ger. Noi siamo andati in un tourist camp al bordo della citta'. Quando abbiamo visto il segno eravamo delusi. Tourist camp non puo' essere altro che una cosa finta. Che sorpresa, quando invece il "tourist camp" era una proprieta' con 3 ger, uno per la famiglia e gli altri due per turisti.Da fuori questi ger sembrano piccolini, ma invece quando entri non puoi credere a quanto spazio c'e'. Il nostro aveva 6 letti, un tavolo, sedie ed un forno al centro con il camino che esce dal buco lasciato apposta nel centro del tetto. Eravamo molto sorpresi dalla bellezza del ger. I pareti erano coperti da teli ricamati, i lett e le sedie erano colorati e dipinti. Appena quando ci siamo messi comodi, la signora e' arrivatacon una specie di "tortelloni" mongolici riempiti di verdure e cotte a vapore. Buonissime. Con il bel caldo che dava la stufa ed il vino francese che abbiamo bevute e che era sorprendentemente buono, ci ha preso il sono ed io ho dormito benissimo.
Ich habe mich gerade in ein Land verliebt!
Am liebsten wuerde ich den Rest der Reise bleiben lassen und die naechsten Monate mit Pferdund zu Fuss von Jurte zu Jurte durch diese wundervolle unberuehrte Landschaft reisen.
Nach einem weiteren Tag Organisation und Vorbereitung in Ulaan Baatar (UB) sind wir mit einem Israeli (aufgewachsen in Australien), den Schweizern und Baatar (="Held"), unserem Fahrer aufgebrochen in die Wildnis.
Baatar ist ca. 2m hoch und schaut aus wie ein Teddybaer. Wenn Manu hochlangen wuerde, wuerde sie ihm den ganzen Tag die Wange kneifen (ich hab nichts gesagt). Und unser Minivan war der Hammer: ein russischer Kleinbus, der von aussen zwar klein, ungemuetlich und zerbrechlich aussieht, aber wahrscheinlich das beste Gefaehrt fuer dieses Land ist. Vorausgesetzt man sitzt zu fuenft drin, statt zu 20 Leuten wie die mongolischen oeffentlichen "Busse".
Als wir aus der Stadt draussen waren, waren irgendwann nur mehr braune Huegel und blauer weiter Himmel zu sehen. Die Mongolei hat eine Durchschnittshoehe von 1500m ueber den Meeresspiegel, weshalb ich bei diesen Huegeln doch besser den Begriff "Berge" verwenden sollte.
Als dann auch noch die Teerstrasse durch Narben im Steppengras ersetzt wurde, und um uns kein Haus, kein Auto, keine Strommasten, kein gar nichts mehr zu sehen war ausser Natur, wie sie schon seit Jahrtausenden existiert, verschlug es uns die Sprache. Wow!
Selbst wenn wir Doerfer passierten (bei 6 Stunden Fahrt waren es gerade mal zwei) gab es dort nur wenige Autos, sondern - abgesehen von vereinzelten Motorraedern - die traditionellen Pferde als Fortbewegungsmittel. Es hatte richtig Wild-West-Stimmung wie die Pferde geduldig vor den Kneipen am Strassenrand auf ihre sturzbetrunkenen Besitzer warteten, um sie nach Hause zu tragen. Wenn wir zu Hause auch mit dem Pferd unterwegs waeren, wuerden unsere Carabinieri wohl arbeitslos.
Die harten holzernen Pferdesaettel sind vielleicht auch ein Grund fuer die spaerliche Bevoelkerungsdichte und -anzahl (1,5 Eiw\qkm bei 2,5 Mio), jedenfalls sah es bei einem unserer Zwischenstopps alles andere als gemuetlich aus, als ein paar Reiter an uns vorbeitrabten.
Obwohl Baatar uns zu einem Restaurant fuhr, zogen wir es vor im Freien unser mitgebrachtes Proviant auszupacken und dort zu picnicken.
Baatar gesellte sich, bei seinem Koerperumfang wohl eher nur aus Hoeflichkeit, zu uns. Aufgrund unserer schlechten Erfahrung in China hatter wir leider zu wenig Wurst gekauft. Wenn wir gewusst haetten, dass die Mongolen im Wurstmachen gleich gut wie die Chinesen im Faelschen, haetten wir wohl mehr gekauft. Hoffentlich finden wir unterwegs noch welche.
Wie lange ich mich auf eine solche Brotzeit gefreut habe! Schon das Brot alleine macht suechtig, das erste dunkle Brot seit ueber 6 Monaten. Darauf noch geselchte Kuhwurst, importierter Emmentaler aus Deutschland und Gewuerzgurken! A richtige Marend holt.
Die anfaengliche Skepsis gegenueber russischen Verkehrsmitteln verflog sofort, als wir unsere Reifen auf die ungeteerten Holperwege gesetzt hatten. Der haelt alles aus!
Da wir auf unserer Tour leider nicht bei der Wueste Gobi vorbeikommen werden, wurden wir mit einer Miniwueste - einem schmalen Streifen von meterhohen Sandduenen- vertroestet. Waehrend unser Fahrer wartete konnten wir ueber die Duenen herumstreifen und den Geschmack einer Wueste auskosten.
Als wir weiterfahren wollten, blieben wir jedoch im Sand stecken. Obwohl wir all drei Jungs Baatar unsere Muskelkraft anboten (naja, Bodybuilder sind wir alle keine), wollte er das Problem auf seine Art loesen. Wie zu erwarten schaffte er das auch, indem er irgendwie immer wieder die Spur der Reifen zu verstellen schien (Tobi, der Mechaniker).
Die letzten Stunden bis zu unserer heutigen Unterkunft dehnten sich trotz der wundervollen Aussicht ins Unendliche. Selbst bei ebenen Strassen sind 6 Stunden Fahrt anstrengend und eine Qual fuer den Ruecken.
Die einzige Abwechslung waren mongolische (was sonst) Rennmaeuse, die immer wieder ueber die Strasse flitzten um sich schnell in ihren Tunnelsystemen zu verstecken. Es ist wirklich komisch, Tiere die man in der Kindheit zu Hause im Kaefig hatte, in der freien Wilbahn zu beobachten. Kein Kaefig ist gross genug fuer Tiere - bei Schnecken koennen wir vielleicht noch ein Auge zudruecken.
Heute nacht werden wir das erste Mal in deiner Jurte schlafen. Die Behausung der Nomaden hat sich selbst bei sesshaften Mongolen bewaehrt. Die kleine Stadt, in der wir uebernachten sollen, besteht zu Grossteil aus Jurten, die in kleinen, mit windschuetzenden hohen Zaeunen umgebenen, Grundstuecken stehen. Unser "Tourist camp" (das sind dann drei Jurten: eine fuer die Besitzer und zwei fuer die Touris) lag etwas abseits der Stadt und von einem tibetisch-buddistischen Tempel.Im Camp angekommen stuerzten wir uns voller Neugier auf dessen Innenleben in unsere Jurte.
Selbst wenn sie von aussen klein aussah, innen war Platz fuer 6 Betten, einem Tisch mit Stuehlen und in der Mitte einen Holzofen. Die Innenwaende waren mit bestickten Filztuechern behangen, die Holzbetten bemalt. Das Feuer im Holzofen verbreitet wohlige Waerme, die bei der winterlichen Kaelte draussen Gold wert war. Obwohl die Spitze der Jurte offen fuer den Kamin ist, spuerten wir gar nichts an Kaelte. Die Dinger dichten verdammt gut.
Wir hatten kaum Zeit unsere Sachen auszupacken, als die Chefin auch schon mit dem Essen kam: geduenstete Teigtaschen mit Gemuese. Und da soll mal einer behaupten, das Essen in der Mongolei sei nicht gut.
Ich benutzte das Zurueckbringen des Geschirrs als Gelegenheit, die Jurte der Besitzer von innen anzuschauen. Es war - gezwungenermassen - zwar nur ein Raum, aber sehr schick und platzoptimiert eingerichtet. Es fehlte an gar nichts: Betten, Komoden, Ofenherd, Fernseher und sogar eine Mikrowelle. Da die Teigtaschen definitiv frisch waren, ist es beachtenswert was die Mongolen mit diesem kleinen Holzherd alles zustande bringen.
Die Frau versteht ihr Geschaeft, nur leider waren wir nicht ihre Traumkunden und schlugen ihr Angebot auf Besichtigung ihres Shops und Anhoeren eines mongolischen Kehlsingers (sagt man das so?) aus. Im Nachhinein bereue ich es, es war naehmlich unsere einzige Gelegenheit diese weltberuehmte Singart live zu erleben...
Wir begnuegten uns mit einer Flasche franz. Wein, den wir fuer 2 Euro in UB gekauft hatten, der ueberraschend gut schmeckte und legten uns bald erschoepft schlafen.
aspettiamo il nostro autista e il minivan. Che ridere quando e'arrivato, il minivan che si fermava davanti a noi sembrava una macchina di minimo 20 anni, tipico russo. E da esso scendeva un "Riesenbaby". Bataar (e' il suo nome e voldire eroe) sembra un neonato mogolico solo che e' alto 1,90 e molto corposo. E quando sorride i suoi occhi spariscono e tutto quello che vedi sono due striscie. Ti viene troppo da coccolarlo e da pizzicali le guance.Messo tuto nel minivan, siamo partiti, direzione tanta mona. Entro poco tempo abbiamo lasciato la citta' e davanti si presentava la mongolia "vera". La strada, che va all'infinito, prati e colline che sembrano non finire mai e il cielo che sembra piu' grande e piu' vicino che non ovvunque siamo stati. Al primo stop che abbiamo fatto, siamo scesi, tutti incapaci di dire altro che "Wow".
A mezzogiorno abbiamo fatto un picnic inmezzo ad un prato: la prima volta da 6 mesi abbiamo mangiato un salume buono e cetrioli sottaceti, mhhhmm. Miriam ed io eravamo talmente contente dei cetrioli che Joerg ci prendeva in giro: si potrebbe pensare che siete incinte. Almeno non li mangiamo ancora con la Nutella. Il pomeriggio abbiamo fatto un altro stop per vedere le dune di sabbia. Al centro infatti c'e' questo pezzo dove si vedono le dune un po come sono nel Gobi.
Alla ripartenza la notra macchina era rimasta bloccata nella sabbia. I tre maschi sono subito scesi per offrire una mano a Baatar. Lui, con il suo sorriso innocente, gli ha guardati e scosso la testa:"no, tankiu". E infatti e' benissimo stato capace di risolvere il problema da solo, manovrando alle ruote. Non abbiamo capito come l'ha fatto ma non sono passati neanche 5 minuti ed eravamo di nuovo sulla strada.
La sera siamo arrivati a Kharakhorum, la vecchia capitale della Mongolia. Le citta medio-piccole in Mongolia consistono in x proprieta recinte con dentro o una piccola casa o dei Ger. Noi siamo andati in un tourist camp al bordo della citta'. Quando abbiamo visto il segno eravamo delusi. Tourist camp non puo' essere altro che una cosa finta. Che sorpresa, quando invece il "tourist camp" era una proprieta' con 3 ger, uno per la famiglia e gli altri due per turisti.Da fuori questi ger sembrano piccolini, ma invece quando entri non puoi credere a quanto spazio c'e'. Il nostro aveva 6 letti, un tavolo, sedie ed un forno al centro con il camino che esce dal buco lasciato apposta nel centro del tetto. Eravamo molto sorpresi dalla bellezza del ger. I pareti erano coperti da teli ricamati, i lett e le sedie erano colorati e dipinti. Appena quando ci siamo messi comodi, la signora e' arrivatacon una specie di "tortelloni" mongolici riempiti di verdure e cotte a vapore. Buonissime. Con il bel caldo che dava la stufa ed il vino francese che abbiamo bevute e che era sorprendentemente buono, ci ha preso il sono ed io ho dormito benissimo.
Ich habe mich gerade in ein Land verliebt!
Am liebsten wuerde ich den Rest der Reise bleiben lassen und die naechsten Monate mit Pferdund zu Fuss von Jurte zu Jurte durch diese wundervolle unberuehrte Landschaft reisen.
Nach einem weiteren Tag Organisation und Vorbereitung in Ulaan Baatar (UB) sind wir mit einem Israeli (aufgewachsen in Australien), den Schweizern und Baatar (="Held"), unserem Fahrer aufgebrochen in die Wildnis.
Baatar ist ca. 2m hoch und schaut aus wie ein Teddybaer. Wenn Manu hochlangen wuerde, wuerde sie ihm den ganzen Tag die Wange kneifen (ich hab nichts gesagt). Und unser Minivan war der Hammer: ein russischer Kleinbus, der von aussen zwar klein, ungemuetlich und zerbrechlich aussieht, aber wahrscheinlich das beste Gefaehrt fuer dieses Land ist. Vorausgesetzt man sitzt zu fuenft drin, statt zu 20 Leuten wie die mongolischen oeffentlichen "Busse".
Als wir aus der Stadt draussen waren, waren irgendwann nur mehr braune Huegel und blauer weiter Himmel zu sehen. Die Mongolei hat eine Durchschnittshoehe von 1500m ueber den Meeresspiegel, weshalb ich bei diesen Huegeln doch besser den Begriff "Berge" verwenden sollte.Als dann auch noch die Teerstrasse durch Narben im Steppengras ersetzt wurde, und um uns kein Haus, kein Auto, keine Strommasten, kein gar nichts mehr zu sehen war ausser Natur, wie sie schon seit Jahrtausenden existiert, verschlug es uns die Sprache. Wow!
Selbst wenn wir Doerfer passierten (bei 6 Stunden Fahrt waren es gerade mal zwei) gab es dort nur wenige Autos, sondern - abgesehen von vereinzelten Motorraedern - die traditionellen Pferde als Fortbewegungsmittel. Es hatte richtig Wild-West-Stimmung wie die Pferde geduldig vor den Kneipen am Strassenrand auf ihre sturzbetrunkenen Besitzer warteten, um sie nach Hause zu tragen. Wenn wir zu Hause auch mit dem Pferd unterwegs waeren, wuerden unsere Carabinieri wohl arbeitslos.
Die harten holzernen Pferdesaettel sind vielleicht auch ein Grund fuer die spaerliche Bevoelkerungsdichte und -anzahl (1,5 Eiw\qkm bei 2,5 Mio), jedenfalls sah es bei einem unserer Zwischenstopps alles andere als gemuetlich aus, als ein paar Reiter an uns vorbeitrabten.
Obwohl Baatar uns zu einem Restaurant fuhr, zogen wir es vor im Freien unser mitgebrachtes Proviant auszupacken und dort zu picnicken.
Baatar gesellte sich, bei seinem Koerperumfang wohl eher nur aus Hoeflichkeit, zu uns. Aufgrund unserer schlechten Erfahrung in China hatter wir leider zu wenig Wurst gekauft. Wenn wir gewusst haetten, dass die Mongolen im Wurstmachen gleich gut wie die Chinesen im Faelschen, haetten wir wohl mehr gekauft. Hoffentlich finden wir unterwegs noch welche.
Wie lange ich mich auf eine solche Brotzeit gefreut habe! Schon das Brot alleine macht suechtig, das erste dunkle Brot seit ueber 6 Monaten. Darauf noch geselchte Kuhwurst, importierter Emmentaler aus Deutschland und Gewuerzgurken! A richtige Marend holt.
Die anfaengliche Skepsis gegenueber russischen Verkehrsmitteln verflog sofort, als wir unsere Reifen auf die ungeteerten Holperwege gesetzt hatten. Der haelt alles aus!
Da wir auf unserer Tour leider nicht bei der Wueste Gobi vorbeikommen werden, wurden wir mit einer Miniwueste - einem schmalen Streifen von meterhohen Sandduenen- vertroestet. Waehrend unser Fahrer wartete konnten wir ueber die Duenen herumstreifen und den Geschmack einer Wueste auskosten.
Als wir weiterfahren wollten, blieben wir jedoch im Sand stecken. Obwohl wir all drei Jungs Baatar unsere Muskelkraft anboten (naja, Bodybuilder sind wir alle keine), wollte er das Problem auf seine Art loesen. Wie zu erwarten schaffte er das auch, indem er irgendwie immer wieder die Spur der Reifen zu verstellen schien (Tobi, der Mechaniker).
Die letzten Stunden bis zu unserer heutigen Unterkunft dehnten sich trotz der wundervollen Aussicht ins Unendliche. Selbst bei ebenen Strassen sind 6 Stunden Fahrt anstrengend und eine Qual fuer den Ruecken.
Die einzige Abwechslung waren mongolische (was sonst) Rennmaeuse, die immer wieder ueber die Strasse flitzten um sich schnell in ihren Tunnelsystemen zu verstecken. Es ist wirklich komisch, Tiere die man in der Kindheit zu Hause im Kaefig hatte, in der freien Wilbahn zu beobachten. Kein Kaefig ist gross genug fuer Tiere - bei Schnecken koennen wir vielleicht noch ein Auge zudruecken.
Heute nacht werden wir das erste Mal in deiner Jurte schlafen. Die Behausung der Nomaden hat sich selbst bei sesshaften Mongolen bewaehrt. Die kleine Stadt, in der wir uebernachten sollen, besteht zu Grossteil aus Jurten, die in kleinen, mit windschuetzenden hohen Zaeunen umgebenen, Grundstuecken stehen. Unser "Tourist camp" (das sind dann drei Jurten: eine fuer die Besitzer und zwei fuer die Touris) lag etwas abseits der Stadt und von einem tibetisch-buddistischen Tempel.Im Camp angekommen stuerzten wir uns voller Neugier auf dessen Innenleben in unsere Jurte.
Selbst wenn sie von aussen klein aussah, innen war Platz fuer 6 Betten, einem Tisch mit Stuehlen und in der Mitte einen Holzofen. Die Innenwaende waren mit bestickten Filztuechern behangen, die Holzbetten bemalt. Das Feuer im Holzofen verbreitet wohlige Waerme, die bei der winterlichen Kaelte draussen Gold wert war. Obwohl die Spitze der Jurte offen fuer den Kamin ist, spuerten wir gar nichts an Kaelte. Die Dinger dichten verdammt gut.

Wir hatten kaum Zeit unsere Sachen auszupacken, als die Chefin auch schon mit dem Essen kam: geduenstete Teigtaschen mit Gemuese. Und da soll mal einer behaupten, das Essen in der Mongolei sei nicht gut.
Ich benutzte das Zurueckbringen des Geschirrs als Gelegenheit, die Jurte der Besitzer von innen anzuschauen. Es war - gezwungenermassen - zwar nur ein Raum, aber sehr schick und platzoptimiert eingerichtet. Es fehlte an gar nichts: Betten, Komoden, Ofenherd, Fernseher und sogar eine Mikrowelle. Da die Teigtaschen definitiv frisch waren, ist es beachtenswert was die Mongolen mit diesem kleinen Holzherd alles zustande bringen.
Die Frau versteht ihr Geschaeft, nur leider waren wir nicht ihre Traumkunden und schlugen ihr Angebot auf Besichtigung ihres Shops und Anhoeren eines mongolischen Kehlsingers (sagt man das so?) aus. Im Nachhinein bereue ich es, es war naehmlich unsere einzige Gelegenheit diese weltberuehmte Singart live zu erleben...
Wir begnuegten uns mit einer Flasche franz. Wein, den wir fuer 2 Euro in UB gekauft hatten, der ueberraschend gut schmeckte und legten uns bald erschoepft schlafen.




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