
Nach unseren ersten drei Wochen nun ein zusammenfassender Bericht ueber den ersten
Teil unserer Rundreise auf der Suedinsel. Einige Tage nach unserer Ankunft haben wir einen Van namens Shadow gekauft, ausgestattet mit einem Kuechenbereich (mit Basilikumpflanze) , einem Bett und zwei Campingstuehlen. Ja und das ist auch schon alles was man braucht um sich in einer der unzaehligen einsamen Buchten Neuseelands wohnlich einzurichten. Wenn das doch aufm Rittn auch so einfach waere.
Wir sind also mit unserem Auto von Christchurch aus los um den Sueden der Suedinsel zu erkunden. Im Suedosten der Insel haben wir die Catlins erkundet. Das ist eine beruehmte Kuestenstrasse von der immer wieder Wege abgehen zu wunderschoenen Plaetzen, di beruehmt dafuer sind ideal zu sein um viele der neuseelaendischen Tiere zu bewundern.

Wir haben dort auch gleich als erstes einen Delphin gesehen. Allerdings lag er alleine auf dem Strand und war tot. Kein guter Start in unsere Tierbeobachtungskarriere. Als naechstes sahen wir dann einen Seeloewen. Wow, die sind ziemlich gross so aus 2 Metern Entfernung betrachtet und respekteinfloessend, wenn man nicht weiss wie schnell diese Tiere sich fortbewegen. Ich weiss es jetzt und hab mich dann sogar ganz nah an einem vorbeigetraut der mitten in unserem Spazierweg lag.
Wir haben dann noch Robben und nochmal Seeloewen gesehen und Albatrosse und und und.
Die Fahrt durch die Catlins war jedenfalls super, auch weil man immer eine traumhafte Bucht finden konnte in der man alleine war, und einen gemuetlichen Abend bei einer Flasche Wein und einem Teller Pasta verbringen konnte.
Dann sind wir weiter nach Fiordland, der wunderschoene Suedwesten der Insel, der von den vielen Fiorden gepraegt ist. Dort haben wir auch gleich Bekanntschaft gemacht mit einem weitern in Neuseeland beruehmten Tier, die Sandflies. Diese Biester sind winzigkleine schwarze Fliegen die sich sofort auf dich stuerzen sobald du dich eine Sekunde land nicht vom Fleck geruehrt hast und beissen zu. Kleinigkeiten wie Zeltaufstellen oder Schuheausziegen nach einem

Wandertag koennen zu einem Kampf werden. Das schlimmste and diesen Biestern ist, dass Ihre Stiche nicht etwa sofort jucken, was einem dazu verleitet sie manchmal einfach gewaehren zu lassen, nein nachts wenn du im Bett liegst, es dir gerade gemuetlich gemacht hast und einschlafen moechtest faengt es an. Zuerst spuert man ein leichtes Jucken an einem Punkt der Fuesse, was sich bei bloser Beruehrung auf alle weiteren Stiche dieses Beins ausweitet. Von dem einen Bein schleicht sich der Juckreitz dann weiter zum Naechsten, dann hoch zu den Stichen an den Haenden .. und anderen Koerperteilen wenn man so bloed war mehr als nur das noetigste von Kleidern unbedeckt zu lassen.
Genug von diesen Biestern, weiter zu den schoenen Dingen Fiordlands von denen es unzaehlige gibt. Wir haben bis jetzt zwei Wanderungen unternommen. Den Hump Ridge Track im Suedwesten Fiordland. Wir waren drei Tage unterwegs, zuerst 1000 meter hoch zu einer Huette mit einem unbeschreiblichen 270 grad Ausblick auf die Kueste und das Meer. Gewaltig. Dann weiter wieder runter und auf einer alten Eisenbahnlinie entlang zum Campingplatz an einer Bucht wo wir uns dann gleich ins Wasser gestuerzt haben, aber nur ganz kurz denn es ist unbeschreiblich kalt im Wasser. Tobi war etwas laenger drinnen und ploetzlich kamen Delphine angeschwommen, die nur etwa ein oder zwei Meter entfernt von Ihm aufgetaucht sind. Wow.
Weiter oben bei Te Anau (falls jemand unsere Reise auf der Karte verfolgen will) haben wir dann gleich noch eine Wanderung gemacht, den Keppler Treck. Wieder drei Tage und es war gigantisch. Wir sind vom See Te Anaus gestartet bei extremen Nebel und sind etwa 1000 Meter hochgestiegen, womit wir uns ueber der Wolkendecke befanden die das ganze Tal ausgefuellt hat. Nur einige Bergreihen an den Raendern waren zu sehen.

Der Blick war einfach unbeschreiblich. Am naechsten Tag sind wir dann sogar noch hoeher auf den Mt Luxmore auf fast 1500 metern. Das Wetter war das selbe wie am Vortag, strahlender Sonnenschein ober uns und eine einzige Wattedecke unter uns.
Jetzt sind wir gerade in Queenstown und erholen uns etwas von den ueber 40 km zu Fuss
und warten auf bessere Zeiten um zu entscheiden wie unser Trip weitergeht. Die Wettervorhersagen (auch wenn die in Neuseeland nicht wirklich viel wert sind) sind sehr schlecht fuer die naechsten zwei Tage.